DIW Berlin (Copyright)  DIW Roundup Logo
Debatte, 26.05.2015

The economic literature provides vast evidence of how public provision of day care for children below school age increases the labour force participation of mothers. The causal effect of all-day schooling in primary school on maternal supply has been examined less since morning-only schooling is... mehr

DIW Berlin (Copyright)  DIW Roundup Logo
Debatte, 21.05.2015

Small and medium-size enterprises (SMEs) are highly dependent on bank financing, which is why they have been particularly hit by tighter credit conditions in the aftermath of the global financial crisis. Given that SMEs account for about 60% of value added and 70% of employment in the euro area,... mehr

Dieter Beselt (Copyright)  Windenergie Windkraft Windrad
Pressemitteilung, 20.05.2015

Anlagenbetreiber müssen ihren Strom selbst verkaufen – Kosten der Prognoseabweichungen und standortspezifische Erlösänderungen machen Windstrom unnötig teuer Das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) des Jahres 2014 verpflichtet neue Windanlagen, ihren Strom selber... mehr

doris kollmann (Copyright)  Antarktis S dpol
Kommentar, 20.05.2015

Es klingt verrückt. In Zeiten niedriger Ölpreise und einer Überversorgung mit Öl erregen die USA und der Öl-Konzern Shell mit der Ankündigung Aufsehen, in der Arktis nach Öl zu bohren. Warum investiert ein Öl-Konzern derart viel Geld, um unter schwierigen,... mehr

ChrisW (Copyright)  Freileitungsmast Mast Masten
Interview, 20.05.2015

Herr Neuhoff, für die Netzeinspeisung von Strom aus Windenergie garantierte das EEG ursprünglich eine feste Vergütung. Warum hat man 2012 die Möglichkeit der freiwilligen Direktvermarktung eingeführt? Früher wurde der EEG-Strom grundsätzlich von den Netzbetreibern... mehr

Alle Nachrichten
von Thilo Grau, Karsten Neuhoff, Matthew Tisdale, in DIW Wochenbericht

Mit dem reformierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) des Jahres 2014 wurde stufenweise eine verpflichtende Direktvermarktung für Ökostrom eingeführt. Betreiber größerer Windkraftanlagen müssen ihre Stromproduktion demnach am Strommarkt verkaufen. Sie erhalten zusätzlich zum Großhandelspreis eine gleitende Marktprämie, die sich am durchschnittlichen Marktwert des gesamten Windstroms in Deutschland orientiert. Die verpflichtende Direktvermarktung beeinflusst sowohl die Kosten als auch die Erlöse der Anlagenbetreiber. Insbesondere die Kosten des Ausgleichs von Prognoseabweichungen sowie die Erlösänderungen aufgrund standortspezifischer Erzeugungsprofile schaffen neue Risiken für Investoren und können die Finanzierungskosten bei projektfinanzierten Windkraftanlagen erhöhen. In verschiedenen Szenarien wurden die Größenordnungen dieser Effekte untersucht. Je nach getroffenen Annahmen können sich aufgrund der verpflichtenden Direktvermarktung zusätzliche Förderkosten für Neuanlagen von drei bis zwölf Prozent ergeben. Die Sicherstellung niedriger Finanzierungskosten sollte bei der Weiterentwicklung des EEG daher ein wichtiges Kriterium sein.

von Karsten Neuhoff, William Acworth, Anne Schopp, in DIW Wochenbericht

Der europäische Emissionshandel soll Emissionen von Treibhausgasen vermindern und Investitionen in klimafreundliche Technologien unterstützen. Allerdings können mehrere Markthemmnisse dazu führen, dass der Emissionshandel aufgrund der großen Überschüsse an Emissionszertifikaten eine kosteneffiziente Entwicklung der Emissionsminderung nur eingeschränkt unterstützt. Die Europäische Kommission hat daher im Januar 2014 die Einführung einer Marktstabilitätsreserve vorgeschlagen. Die Analyse verschiedener mengen- und preisbasierter Ausgestaltungsoptionen zeigt, dass eine mengenbasierte Marktstabilitätsreserve, insbesondere bei frühzeitiger Einführung und direkter Übertragung von Zertifikaten aus anderen Reserven, die Kosteneffizienz des Emissionshandels verbessert, die Konsistenz und Glaubwürdigkeit der Preissignale für Investoren stärkt und die Robustheit gegenüber Schocks erhöht.

von Dorothea Schäfer, Dominik Meyland, in DIW Wochenbericht

Im Zuge der europäischen Schuldenkrise ist deutlich geworden, dass Staatsanleihen eine durchaus riskante Anlageform sein können. Der Basler Ausschuss und die Bundesbank haben daher eine intensive Diskussion darüber angestoßen, ob Investitionen der Banken in EU-Staatsanleihen in Zukunft mit regulatorischen Eigenkapitalanforderungen belegt werden sollten. Bisher müssen Banken hierfür kein Eigenkapital nachweisen. Würde dieses Freistellungsprivileg aufgehoben, ergibt sich für die untersuchten deutschen Banken ein zusätzlicher Kernkapitalbedarf von 3,34 Milliarden Euro. Das entspricht knapp 1,8 Prozent des vorhandenen Kernkapitals. Bei den französischen Banken beträgt der errechnete Kapitalbedarf 3,52 Milliarden Euro (gut 1,2 Prozent) und die schwedischen Banken haben einen Bedarf von zusätzlich 80,6 Millionen Euro (0,14 Prozent). Die Beschaffung der Mittel dürfte für Banken aus diesen Ländern kaum größere Probleme verursachen. Anders sieht es für die griechischen Banken aus. Der Kapitalbedarf ist hier mit knapp 1,8 Milliarden Euro zusätzlich und damit knapp neun Prozent des existierenden Kernkapitals vergleichsweise hoch. Trotz bescheidener Auswirkungen auf die Hebelung der Bankbilanzen wäre die regulatorische Verpflichtung, Investitionen in EU-Staatsanleihen auch mit Eigenkapital zu finanzieren, zu begrüßen. Das Verhältnis von Eigenmitteln zur Gesamtbilanz würde zumindest leicht verbessert und die Reform auf längere Sicht voraussichtlich die enge Verknüpfung von Bankrisiken und Staatsverschuldung lockern. Beides würde zu einem stabileren europäischen Finanzsystem beitragen.

Alle Publikationen
Direkt zu
  • SOEP Das Soziooekonomische Panel
  • DIW Berlin Graduate Center of Economic and Social Research
  • Vereinigung der Freunde des DIW Berlin
  • Diw Econ
  • audit berufundfamilie Forschungsdatenzentrum der Statistischen Landesämter WGL Leibniz-Gemeinschaft Das DIW Berlin
    ist Mitglied
    der Leibniz-
    Gemeinschaft